Workshop mit Lehrpersonen von Berufsbildenden Schulen in Österreich verdeutlicht Notwendigkeit von Literacy Management-Analyse

Zwei Tage lang trafen sich Ende November Lehrpersonen des Faches Deutsch aus Kaufmännischen Schulen Österreichs in Eisenstadt im Burgenland. Ziel des von mir geleiteten Workshops war die Einführung in das Konzept der nicht-direktiven Schreibberatung und die konzeptuelle Vorbereitung des Aufbaus von Schülerschreibberatung an diesen Schulen. Diese Zielsetzung war von den Teilnehmenden als Reaktion auf die kürzlich erfolgte Einführung einer vorwissenschaftlichen Matura-Arbeit in Österreich gewünscht worden.

Mit dem Angebot der Schüler*innen-Schreibberatung soll der in Österreichs Schulbildung bereits vielfältig etablierten prozessorientierten Schreibdidaktik Rechnung getragen werden, aber auch der Tatsache, dass es Lehrpersonen durch die neuen Bestimmungen zur Matura in Zukunft untersagt sein wird, helfend in den Arbeits- und Schreibprozess einzugreifen. Im Verlaufe des ersten Workshop-Tages wurde außerdem das besondere pädagogische Potenzial von Peer-Feedback und Peer-Beratung für selbstgesteuertes Lernen herausgearbeitet.

Als es jedoch am zweiten Workshop-Tag darum ging, den Aufbau der Schüler*innen-Schreibberatung im curricularen und institutionellen Gefüge der Schulen zu verorten, traten Probleme hervor, die sich daraus ergaben, dass zu wenig über die Schreibkultur(en) an den Schulen außerhalb des Deutschunterrichts bekannt war: Welche Rolle spielt das Schreiben in den einzelnen Ausbildungsfächern? In welchen Funktionen wird Schreiben, über die Funktion des Medium der Leistungsmessung hinaus, genutzt? Welche Lern- und Leistungsaufgaben ergeben sich daraus? Welche „kleinen“ und „großen“ Textsorten werden bearbeitet? Wie werden diese durch die Fachlehrenden eingeführt bzw. wie wird deren Produktion angeleitet und begleitet? Für welche Aufgabentypen und Textsorten wäre die Schüler*innen-Schreibberatung von besonderer Notwendigkeit bzw. Hilfe? In welchen Phasen des Arbeitsprozesses sollte Schreibberatung angeboten werden, verbunden mit welchen organisatorischen Strukturen im Schulalltag?

Diesen Fragen werden die Workshop-Teilnehmenden nun erst einmal vor Ort nachgehen, um eine solide Basis für weiterführende konzeptuelle Überlegungen zur nachhaltigen Etablierung von Schüler*innen-Schreibberatung an ihren Schulen zu schaffen.

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Projekt “WRILAB 2” mit Potenzial zur Verzahnung des Literacy Managements im blended learning-Design

Kürzlich trafen sich die Projektpartner von „WRILAB 2“ , einem EU-Projekt, dessen schreibdidaktischer Berater ich bin, in Prag. Das Ziel des Projekttreffens bestand hauptsächlich darin, sich die in den letzten Monaten in Tschechien, Österreich, Slowenien und Italien entwickelten Schreibkurse für fremd- bzw. zweitsprachig Schreibende Schüler*innen und Schüler bzw. Studierende in der Einstiegsphase ihres Studiums gegenseitig zu präsentieren.

 

 

 

 

 

 

 

Vorab war ein gemeinsames Grunddesign für die Lehrgänge, die Gestaltung der Aufgabenarrangements und der einzelnen Aufgaben vereinbart worden, einschließlich notwendiger Freiräume in der Gestaltung und Materialauswahl, um bildungskulturellen Unterschieden der Partnerländer (Tschechien, Österreich, Slowenien, Italien) im allgemeinen und bzgl. der Rolle des Schreibens im Besonderen gerecht zu werden.

Bei der Umsetzung dieser Freiräume wurde auch auf Besonderheiten im Literacy Management der Partnereinrichtungen eingegangen. So verfügt z.B. die Universität Klagenfurt über ein so genanntes SchreibCenter, bei dem Nutzer*innen der Online-Kurse neben zusätzlichen Selbstlernmaterialien auch auf Workshop-Angebote und persönliche Beratung zurückgreifen können. Solche Standort-Besonderheiten sollten in der Endphase des Projekts noch konsequenter in die Aufgabenstruktur auf der e-Lernplattform des Projekts integriert werden, indem die Schreibenden immer wieder explizit auf die Nutzung solcher lokalen Angebote hingewiesen werden. Deren Nutzung könnte aber auch aufgabendidaktisch verankert werden, um auf diese Weise nicht zuletzt den Faktor des blended learning als besondere Ausprägung institutionellen und individuellen Literacy Managements zu verstärken. Somit würde das Aufgabendesign auf der Lernplattform flexibel gehalten werden, indem es durch wechselnde lokale, nicht-digitale Angebote immer wieder sinnvoll ergänzt wird.

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Tagungsankündigung WDHE 2016 in Plymouth/UK

WDHE 2016: The Writing Development in Higher Education Conference
Plymouth University, Plymouth, Devon, UK
June 27th – June 29th 2016

CALL FOR PAPERS
INCLUDING TABLE HOSTS & WRITING CAFÉ INSTALLATION EXHIBITORS

The Learning Development team at Plymouth University are pleased to be hosting the 16th biennial WDHE conference next year. The conference focus is ‘Spaces and Places to Write’ and areas of interest include, but are not limited to:

Communication
What makes communication effective?
Does how we communicate affect what we communicate?
How can we develop writing fluency and what does it mean to write ‘well’?

Collaboration
Exploring collaborative approaches to (academic) writing.
What can collaborative projects bring to writing?
What alternatives can we offer staff and students to the traditional notion of the ‘lone scholar?

Creativity
Exploring creative (academic) writing.
Can we (and should we) challenge the constraints of the ‘traditional academic’ text’?
What other textual forms can be used to produce and communicate knowledge and learning?

Further information can be found at our website, and details regarding local hotels and conference costs will be updated shortly: https://www.plymouth.ac.uk/whats-on/wdhe-2016?preview=true

For more information contact: Christie.pritchard@plymouth.ac.uk<mailto:Christie.pritchard@plymouth.ac.uk> 01752 587755 or for general inquiries WDHE@plymouth.ac.uk<mailto:WDHE@plymouth.ac.uk>

Christie Pritchard | Learning Development Advisor | Learning Support & Wellbeing
Room 102 3 Endsleigh Place | Plymouth University | Drake Circus | Plymouth | PL4 8AA
Tel: 01752 587755 | Email: Christie.pritchard@plymouth.ac.uk<mailto:Christie.pritchard@plymouth.ac.uk>

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Schulische Schreiblesezentren anvisiert

Acht Gymnasien haben sich im Saarland mit meiner Begleitung auf den Weg gemacht, um durch Schüler*innen-Schreibberatung den Änderungen in den neuen Lehrplänen hin zu mehr Prozessorientierung bei Schreibaufgaben gerecht zu werden. Allerdings bleiben die in den Bildungsstandards vorgegebenen Aufgabenformate noch bis 2017 unverändert. Mit anderen Worten: materialgestütztes Schreiben (z.B. Reportage auf der Basis eigener Recherchen) steht jetzt als äußerst sinnvolle Ergänzung zum textbezogenen Schreiben (z.B. Erörterung einer literarischen Lektüre) im Lehrplan, es ist aber noch für weitere 2 Jahre nicht abiturrelevant.

Das ist ein interessantes Beispiel, welchen Verwerfungen Unterrichts- und Schulentwicklung gerade im Zusammenhang mit institutionellem Literacy Management, verstanden als die Art und Weise des Umgangs mit Informationen innerhalb einer Institution zum Zwecke der Textproduktion, rezeption und -distribution, ausgesetzt sind. Um so beeindruckender die Weitsicht dieser acht Schulen im Saarland, in der Personal- und Schulentwicklung bereits jetzt Impulse zu setzen, damit sich bis 2018, wenn die neuen Abiturformate in Kraft treten, eine neue Aufgaben- und Schreibkultur im Unterricht etablieren konnte.

Dass Veränderungen in der schulischen Schreibkultur sehr lange dauern, zeigt der Ist-Stand der bereits existierenden Schreiblesezentren im Saarland. Diese Einrichtungen wurden vor mehreren Jahren als Reaktion auf ein EU-Projekt des Freiburger Schreibzentrums von engagierten Personen aufgebaut. Zwar sind diese Einrichtungen an den Schulen durchaus noch physisch präsent, z. T. als imposante Räumlichkeiten (z. B. Gesamtschule Orscholz), aber diese Schreiblesezentren haben offensichtilich nach dem Weggang der Initiatoren an Momentum verloren und die Schreibkultur in den Fächern nicht wirklich nachhaltig verändert. Es bleibt zu hoffen, dass diese Einrichtungen angesichts der aktuellen Veränderungen in den Lehrplänen des Saarlandes nun eine zweite Chance erhalten und auch von der Entwicklungsarbeit der acht Gymnasien profitieren, die sich jetzt auf den Weg gemacht haben, die Schülerschreibberatung als Herzstück von Schreiblesezentren zu entwickeln.

7946581522_a9261f67e8_o1-300x300Ein spannendes Konzept für diesen Verstetigungsprozess prozessorientierter Schreibdidaktik im Fachunterricht entwickelte die Brecht-Schule in Hamburg, deren Steuergruppe “Schreiben bei Brecht” im Rahmen der von mir betreuten Literacy Management-Ausbildung eine fächer-und jahrgangsstufenübergreifende Schreibmappe in Form eines papierbasierten bzw. elektronischen Portfolios startete. Der Inhalt der Mappe entsteht durch Schreibaufgaben in den diversen Ausbildungsfächern der Jahrgangsstufen 5-10 und wird anhand von vorgegebenen Pflicht- und Wahlpflichtelementen von den Schüler*innen ausgesucht und für die Schreibmappen-Lesenden kommentiert. Auf diese Weise erhalten Schüler*innen, Lehrpersonen und Eltern jederzeit einen Überblick über die vom Lehrplan vorgegebenen und bereits absolvierten Meilensteine. Sie erhalten außerdem konkrete Informationen zur Qualität der aktuellen, individuellen Schreibkompetenz und zur Selbsteinschätzungsfähigkeit des jeweiligen Schülers/der jeweiligen Schülerin. Somit werden Stärken und Schwächen deutlich, auf deren Grundlage Peer-Feedback, Schüler-Schreibberatung oder Coaching durch die Lehrperson gezielt organisiert werden kann. Am Gelingen der Schreibmappe sind hier also nicht mehr nur einzelne Lehrpersonen aus dem Fach Deutsch interessiert, sondern alle Fachlehrer*innen, da sie konkret erleben können, wie sich die Weiterentwicklung der Schreibkompetenz auch auf die Lernfähigkeit im eigenen Fachunterricht positiv auswirkt.

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Literacy Management im Monatsmagazin von Kulturmanagement Network vorgestellt

Die August-Ausgabe von KM beschäftigt sich mit den digital bedingten Veränderungen in der Kommunikation. Die Beiträger*innen gehen u. a. der Frage nach, welche Mittel und Wege wir heutzutage für unsere individuelle Kommunikation nutzen und welchen Einfluss die zunehmend digitalen Medien auf unser Kommunikationsverhalten haben. Im Editorial stellen die beiden Chefredakteur*innen, Veronika Schuster und Dirk Schütz, eine besondere Herausforderung fest, die offensichtlich darin besteht, dass die Vielzahl möglicher Kommunikationskanäle eine stetig wachsende Flut an Textaufträgen und -eingängen hervorbringt und dass damit verbunden bei vielen Beteiligten und Betroffenen die Erwartung bzw. der Druck enststeht, diese Lese- und Schreibanlässe immer schneller zu bewältigen.

Dass Veronika Schuster, die mich zum o.g. Thema für ein Interview kontaktierte (August-Ausgabe voKM 08_15 Kommunikationn KM, S, 21-24), offensichtlich einen der möglichen Wege zum konstruktiven Umgang mit der o. g. Herausforderung im Literacy Management sieht, kann ich mit Blick auf die anderen Beiträge in der August-Ausgabe gut nachvollziehen. Dort wird vielfach deutlich, wie viel Entwicklungs-, Anleitungs- und Beratungsbedarf bei den “Endverbrauchern” von Kommunikation besteht, um zu lernen, welches Anliegen welche Informationen, welcher Sprache, welchen Stil und letztlich welches Kommunikationsmedium benötigt.

Ein konzeptueller Betreuungsbedarf besteht jedoch ebenso bei den Institutionen, die mit ihren Kommunikationskanälen bzw. den Schreib- und Leseaufträgen und -prozeduren, ebenso mit ihren qualitativen Ansprüchen ein komplexes Umfeld für berufliche Kommunikation inszenieren. Diese Institutionen sind aber auch ganz maßgeblich daran beteiligt, Wissen in den Schnittpunkten von Kultur, Bildung, Wirtschaft und Politik über den jeweils angestammten Arbeitsbereich hinaus wirkungsvoll zu kommunizieren. Dafür braucht es nicht nur individuelles Literacy Management, sondern auch institutionell ausgerichtete Techniken, Methoden und Strategien für den erfolgreichen Umgang mit Informationen im Kontext des Lesens, Schreibens und Transferierens von Texten. Eine “Bibliothek des eigenen Denkens” (und Handelns) entsteht auf diese Weise also nicht nur bei jedem von uns selbst, sondern auch bei den Institutionen — als institutionelles Gedächtnis, das es zu hegen und zu pflegen gilt, im Idealfall von Literacy Manager*innen.

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Call for papers: Tagung zum wissenschaftlichen Arbeiten an der FHWien am 12. März 2015

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Das Schreibzentrum der FHWien der WKW veranstaltet am 12. März 2015 zum zweiten Mal eine Tagung zum Thema “Wissenschaftliches Arbeiten”. Im Zentrum stehen Best Practice-Beispiele aus der Lehre und Betreuung von wissenschaftlichem Arbeiten.

In 15 Workshops (3 Parallel-Sessions) werden bereits erprobte und neue didaktische Umsetzungsmöglichkeiten vorgestellt und diskutiert. Es wird dabei den Fragen nahgegangen: “Wie kann wissenschaftliches Schreiben so vermittelt werden, dass es Spaß macht? Wie kann die Literaturrecherche angeleitet werden? Wie kann man Studierende beim Formulieren einer Forschungsfrage unterstützen? Welche Hilfestellungen können Studierenden gegeben werden, die ihre Arbeit in einer Fremdsprache verfassen? Wie können Plagiate verhindert werden?”

Otto Kruse wird als Keynote-Speaker über “Schreibkompetenz an Fachhochschulen: Zwischen wissenschaftlichen und praktischen Fähigkeiten” referieren und seine Expertise rund um die Didaktik wissenschaftlichen Schreibens teilen. Am Ende der Tagung wird das Schreibzentrum der Frage “Kann man Schreiben unterrichten?” nachgehen und Beiträge der FHWien der WKW zur Professionalisierung des Schreibverhaltens präsentieren.

Die Tagung richtet sich an alle Fachhochschul- und Universitäts-Lehrende, die wissenschaftliches Arbeiten anleiten und an einer Erweiterung ihres Methoden-Repertoires sowie am Austausch mit KollegInnen interessiert sind.

Das ausführliche Tagungsprogramm finden Sie hier.
Anmelden kann man sich ab sofort per Mail an: schreibzentrum@fh-wien.ac.at<mailto:schreibzentrum@fh-wien.ac.at>

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um tatkräftige Bewerbung!

Liebe Grüße aus Wien,
im Namen des Schreibzentrums der FHWien der WKW
Regina Fenzl

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Ankündigung: Weiterbildung “Schreibzentrumsarbeit und Literacy Management” an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir bieten ab 2015 eine neue Runde der Weiterbildung “Schreibzentrumsarbeit und Literacy Management” für externe Interessierte an. Das Angebot reagiert auf verschiedene Anfragen und auf den wachsenden Bedarf an schreibdidaktisch ausgebildeten Menschen, die an Schreibzentren an Schulen und Hochschulen, in hochschuldidaktischen Einrichtungen, Graduate Schools oder auf dem freien Markt als SchreibberaterInnen, SchreibtrainerInnen und Literacy ManagerInnen arbeiten möchten. Unsere Weiterbildungunterstützt die Implementierung und Institutionalisierung schreibdidaktischer Angebote. Sie umfasst fünf dreitägige Präsenz-Module sowie Online-Arbeit zum Literacy-Management mit der E-Portfolio-Software Mahara.

Die Weiterbildung wird in Kooperation mit dem Schreibzentrum der PH Freiburg am Schreibzentrum der Europa-Universität Viadrina durchgeführt. Sie bringt außerdem die Expertise von Expertinnen und Experten weiterer universitärer Schreibzentren und freiberuflich tätiger SchreibberaterInnen ein.

Die Weiterbildung kostet 4.000 Euro incl.*Lehrmaterialien sowie für die Präsenzmodule jeweils zwei Übernachtungen und Verpflegung.*** Übernachtungen und Verpflegung gehören zum Konzept der Ausbildung, da wir langfristige kollegiale Netzwerke initiieren wollen und die gemeinsam verbrachte Zeit dafür wichtig finden.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es auf unserer Homepage: www.europa-uni.de/schreibzentrumsweiterbildung.
Bis zum 01.02. 2015 ist die Anmeldung möglich.

Mit den besten Grüßen
Franziska Liebetanz & Katrin Girgensohn

PS: Wer nicht nach Frankfurt/Oder reisen kann, für den gibt es jederzeit die Möglichkeit, in den Online-Kurs “Literacy Management” des Schreibzentrums der PH Freiburg, von dem auf diesem Blog bereits mehrfach berichtet wurde, einzusteigen.

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Conference call: The 14th Symposium on Second Language Writing – Learning to Write for Academic Purposes

AucklandPhoto by STEVE

The 2015 Symposium on Second Language Writing will take place 19-21 November, 2015, at AUT University, Auckland, New Zealand. The theme, Learning to write for academic purposes: Advancing theory, research and practice, will focus on advancing our knowledge and understanding of what is involved in learning to write for the many and varied academic purposes that second language (L2) writers encounter while studying in educational settings and working in various professions and workplaces.

The importance of the theme is underscored by the increasing number of L2 writers studying and working in educational and professional settings where epistemologies and expectations may be quite different to those they have grown up with.

The particular academic purposes that L2 writers encounter as students and as working professionals can vary according to the contexts and settings in which writing for academic purposes is undertaken. These can be broadly categorised as follows:

Educational contexts and settings where teaching and learning take place

  • Schools (e.g. primary and secondary; public and private institutions)
  • Pre-tertiary (e.g. foundation programmes; private language schools)
  • Tertiary (e.g. university, polytechnic, college)

Workplace contexts and settings where L2 writers are employed

  • Training institutions (e.g. teachers’ colleges)
  • Teacher/academic professional activities (e.g. writing books, articles, reports, conference papers; reviewing, assessing and examining)

In educational contexts, issues associated with learning to write for academic purposes can be viewed from both the L2 learners’ and teachers’ perspectives. In workplace contexts, they can be seen from both the L2 writers’ and assessors’/gate-keepers’ perspectives.

Whenever academic texts are produced, some form of assessment is expected. It may be offered in a formative sense (responding to the work in progress) or in a summative sense (test, assignment or examination grades; acceptance of a text for publication or presentation). Issues associated with the assessment of L2 writers’ texts or with L2 writers assessing texts may also be considered relevant to the theme.

While the symposium invites proposals on any aspect of second language writing, those that address one or more aspects of the theme will be particularly welcome.

The Auckland organizing committee is particularly proud to be hosting the 2015 symposium as it is the first time the event has come ‘downunder’. We are also pleased to be able to showcase our beautiful city—‘the city of sails’—and hope you will have time to see other parts of the country as well.

John Bitchener, 2015 Symposium Chair
Paul Kei Matsuda, Founding Chair

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Zehn Jahre SchreibCenter an der Uni Klagenfurt – Herzlichen Glückwunsch!

Anlässlich des Jubiläums findet am 14./15.11.2014 eine Tagung am SchreibCenter in Klagenfurt (Österreich) statt. Weitere Informationen dazu auf der Homepage.

Da ich den Aufbau dieses Schreibzentrums begleitet habe, freue ich mich natürlich ganz besonders über dieses Ereignis! Aus der Sicht von Literacy Management ist das Klagenfurter SchreibCenter eine echte Erfolgsgeschichte und best practice im wahrsten Sinne des Wortes. Bedarfsforschung und Wirkungsforschung am SchreibCenter haben im Verlaufe der Jahre zu einem für die diversen Zielgruppen an der Uni Klagenfurt und darüber hinaus (Stadt, Region) maßgeschneidertes Angebot geführt (s. Homepage). Das wiederum hat zu nachhaltigen Veränderungen in der akademischen Schreibkultur der Uni als Ganzes geführt. Bestimmt wird davon noch nicht jede Lehrveranstaltung oder jede Lehrperson bzw. jeder Student/jede Studentin betroffen sein. Aber mehr als ein Anfang wurde gemacht und Veränderungen wurden auf den Weg gebracht, die keiner der Beteiligten mehr missen möchte. Ein ganz konkretes, aktuelles Arbeitsergebnis des SchreibCenters besteht im neu eröffneten LeseSchreibZentrum an der Pädagogischen Hochschule Kärnten, dem ersten in der österreichischen LehrerInnenausbildung. Die PH Kärnten konnte bereits in der Konzeptionsphase von den Erfahrungen des SchreibCenters profitieren. Inzwischen wird das LeseSchreibZentrum an der PH von einer Absolventin der Schreibberaterausbildung am SchreibCenter der Uni Klagenfurt geleitet. Weitere Einrichtungen dieser Art deuten sich an anderen Pädagogischen Hochschulen Österreichs an. Daraus ergibt sich eine ideale Konstellation für die langfristige Ausbildung und Begleitung von Schreibenden/Lesenden und die Etablierung einer anderen literalen Kultur an den Schulen und Hochschulen in Österreich.

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26.-28. September 2014 in Frankfurt am Main: 7. Peer Tutor*innen-Konferenz – Positionen zwischen Lernen und Lehren

PTK 2014 Flyer  Peer Tutoring wird an deutschen Hochschulen zunehmend wichtiger. In vielen Schreibzentren spielen Peer Tutor*innen eine zentrale Rolle und tragen mit großem Engagement und hoher Eigenverantwortung zum Gelingen von zahlreichen Projekten und der Etablierung einer neuen Schreibkultur an der Hochschule bei. Die individuellen Angebote wie Schreibberatungen, zahlreiche Kurse und Workshops zum akademischen Schreiben, neue fachnahe Lehr-Lern-Formate wie Writing Fellows oder die Repräsentation eines Schreibzentrums nach außen wären ohne sie kaum realisierbar.

Mit der gestiegenen Präsenz von Peer Tutor*innen innerhalb ihrer Universitäten ändern sich jedoch auch ihre Positionen im Studienalltag. Je mehr Aufgaben sie selbstverantwortlich übernehmen, desto schwieriger wird es, von ihrem Umfeld ‘auf Augenhöhe’ wahrgenommen zu werden. Dies kann sowohl in ihrer Arbeit mit anderen Studierenden, die sie als Autoritäten wahrnehmen, oder Lehrenden, die plötzlich höhere Erwartungen an sie zu haben scheinen, geschehen, und Auswirkungen auf ihre Rolle als Student*innen haben. Studentische Mitarbeiter*innen von Schreibzentren finden sich also verstärkt in Situationen wieder, in denen sie gleichermaßen als Lernende und als Mit-Lehrende auftreten. Auf der Frankfurter Peer Tutor*innen-Konferenz sollen diese Herausforderungen sichtbar gemacht und diskutiert werden.

Daneben soll es auch weiterhin um verschiedene Ausbildungsmodelle von Peer Tutor*innen im deutschsprachigen Raum gehen.. Gerne könnenKonzepte vorgestellt und mit anderen Ansätzen verglichen werden. Außerdem möchten wir Peer Tutor*innen die Gelegenheit zur Vernetzung geben. Innerhalb der drei Konferenztage möchten wir den bestmöglichen Raum für Vorträge, Workshops und Möglichkeiten zum Dialog bieten, damit wir uns über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftsperspektiven von Peer Tutor*innen an Schreibzentren austauschen können.

Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten, Anreise, öffentlichen Verkehrsmitteln, Lageplänen usw. gibt es hier Ebenfalls zu finden ist dort der Call for Paper für die Konferenz.

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